Kein Qualcomm und Intel mehr: Apple arbeitet an eigenen Mobilfunkchips

Berichten zufolge wird Apple nun weitere Kernkomponenten seiner iPhones selbst entwickeln. Lange Zeit setzte man auf Lösungen von Qualcomm, bis dann der Umstieg auf Intel erfolgte. Nun will man beides hinter sich lassen und die Hardware in Eigenregie auf den Markt bringen. Schaut man mal zurück, versteht man diese Entscheidung seitens Apple leichter:

In den letzten Jahren war Apple in eine kostspielige und komplexe Reihe von Rechtsstreitigkeiten mit Qualcomm verwickelt. Das Unternehmen ist der führende Hersteller von mobilen Chips für Smartphones in der Branche. Weil man danach mit den Lizenzbedingungen von Qualcomm nicht mehr übereinstimmte, wandte man sich bei der nächsten Generation an iPhones an Intel.

Doch auch Intel schien den Tech-Riesen mit einer zu schwachen Performance zu enttäuschen, weshalb nun die Eigenproduktion von Mobilfunk- und Kommunikationschips auf dem Plan steht. Das hat vor allem den Vorteil, dass das Unternehmen intern viel kontrollieren kann und Entwicklerteams maßgeschneiderte, leistungsfähigere Lösungen untereinander schaffen können. Frühestens 2020 könnte es so weit sein, denn Apple hat die Priorität des Projekts nun erheblich erhöht und arbeitet mit Hochdruck an der Marktreife benötigter Chips.

Apple iPhone XS Max

Apple möchte sichtlich unabhängiger werden, denn schon im Januar deutete eine kleine Änderung in der Unternehmensstruktur darauf hin. Da hatte der Tech-Riese einen Batteriemanager von Samsung eingestellt, wahrscheinlich, um die Produktion eigener Lithium-Ionen-Batterien anzukurbeln. Apple arbeitet wohl auch an der Entwicklung von CPUs. Hier ist der Plan, die Intel Chips der Mac-Modelle in Zukunft alle zu ersetzen.

Ob 2020 ein realistisches Datum für die Einführung von eigener Hardware ist, ist fraglich. Marktexperten gehen davon aus, dass hierfür viele Jahre Entwicklungszeit erforderlich sind. Außerdem muss Apple auch um viele geschützte Technologien herumarbeiten, die andere führende Hersteller patentiert haben. Es sei denn, man möchte sich sofort wieder in lizenzrechtliche Auseinandersetzungen mit Qualcomm begeben.

via: arstechnica

Powered by WPeMatico

Bitcoin GPU Miner

AdSense