Loop: Die Zukunft des Einkaufens heißt Recycling

Die Idee zu diesem Projekt kommt von Loop, einer neuen Plattform, die aus einer Zusammenarbeit großer Konsumgüterunternehmen entstanden ist. Man schreibt sich hier den Umweltschutz und eine abfallfreie Zukunft auf die Fahnen und in diesem Jahr soll das erste Pilotprojekt gestartet werden. Einer der Partner hinter Loop ist TerraCycle, ein Unternehmen, das für die Wiederverwertung schwer zu recycelnder Materialien bekannt ist.

“Obwohl Recycling von entscheidender Bedeutung ist, wird es das Abfallproblem im Kern lösen. Wir betreiben die heute weltweit größte Lieferkette für Meereskunststoffe. Aber jeden Tag werden mehr und mehr in den Ozean geworfen, so dass wir, egal wie sehr wir den Ozean reinigen, das Problem nie lösen werden. Das ist der Hintergrund mit dem Loop entstanden ist. Für uns ist die Grundursache für Verschwendung nicht Plastik, sondern die Tatsache, dass Dinge einmal benutzt werden.” Tom Szaky, CEO und Mitbegründer von TerraCycle

TerraCycle arbeitete über ein Jahr lang mit Unternehmen wie Procter & Gamble, Nestle, PepsiCo, Unilever und mehr als einem Dutzend anderen zusammen, um die neue Plattform zu entwickeln. Jeder Edelstahlbehälter im Umlauf ist für 100 oder mehr Anwendungen ausgelegt. In der Anfangsphase werden die Produkte über die Website von Loop erhältlich sein. Wenn man beispielsweise Deo oder Mundwasser bestellen, zahlt man einen Euro mehr für den Behälter, eben genau wie bei Pfandflaschen.

Schön ist auch, dass die gekauften Produkte dann sogar in einer wiederverwendbaren Tasche statt einem Karton ankommen, die von UPS entwickelt wurden. Die Edelstahlbehälter kommen nach dem Verbrauch wieder in die Tasche und man organisiert über die Loop-Webseite einen Abholdienst, der die Tasche dann erneut mitnimmt. Alternativ kann man sie natürlich auch zu einem naheliegenden UPS Laden bringen.

Für den Verbraucher ist der Prozess so einfach wie möglich gestaltet worden. Denn, um etwas am früheren Konzept zu ändern, darf es keine große Umstellung darstellen. Es darf den Komfort und die Erschwinglichkeit nicht einschränken, denn sonst setzt sich solch eine Idee nie wirklich durch. Das einzige, was sich ändern wird, ist die 1 Euro Zuzahlung. Später muss man nämlich auch nicht mehr zwangsläufig Lebensmittel über die Loop-Webseite bestellen. Der Plan sieht vor, dass man die Edelstahlbehälter künftig auch in ganz normalen Läden kaufen kann.

Das Modell ähnelt der Milchlieferung Anfang des 20. Jahrhunderts, doch wie es in der modernen Welt ankommt, bleibt abzuwarten. In den Pilotprojekten in diesem Frühjahr wird Loop testen, wie das System funktioniert, einschließlich der Haltbarkeit von Containern, der Auswirkungen auf den Produktionsbetrieb, die Lieferung und vor allem, ob Verbraucher Produkte auf diese Weise kaufen.

via: fastcompany

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