Neue Forschung soll einfache Behandlung gegen Übergewicht ermöglichen

Unser Alltag wird durch die zunehmende Digitalisierung immer schneller und kurzlebiger. Kein Wunder also, dass immer mehr Menschen fast ausschließlich nur noch zu Fertigprodukten greifen und daraus resultierend weiter zunehmen. Die Folgen sind gravierend: Immer mehr Menschen weltweit leiden an Übergewicht oder starkem Übergewicht, wie die Weltgesundheitsorganisation WHO regelmäßig berichtet.

Das einzig nachhaltige Heilmittel gegen die meisten Arten von Übergewicht ist eine Mischung aus Sport und ausgewogener Ernährung. Aber viele kriegen die 2-4 Trainingseinheiten pro Woche nicht in ihrem Kalender unter (sei es aus Faulheit oder anderen Gründen). Wäre es da nicht schön, wenn es ein Heilmittel gegen Übergewicht gäbe? Dr. Shu Wang vom texanischen Tech-Institut hätte hierzu vielleicht eine Lösung.

Um die Herangehensweise zu verstehen, müssen wir zunächst einen Blick auf unser Fettgewebe werfen. Es gibt nämlich weißes Gewebe, in dem die überschüssige Energie in unserem Essen gespeichert wird (in Form von Fettpölsterchen) und braunes Gewebe, das Energie (in Form von Wärme) durch die Verbrennung von Fett erzeugt. Beide Gewebearten bestehen dabei aus Adipozyten, die das Speichern von Fett überhaupt möglich machen.

Unsere ungesunde Ernährung baut also immer mehr weißes Gewebe auf. Der hier vorgestellte Ansatz baut darauf auf, dass man dieses weiße Gewebe in braunes Gewebe umwandelt, welches dann wiederum vom Körper verbrannt wird. Dazu muss der Nährstoff Reservatol dem Gewebe hinzugefügt werden, was sich allerdings aufgrund der Struktur als schwierig erweist. Denn der Nährstoff löst sich nicht in Wasser oder anderen Körperflüssigkeiten und wird von der Leber abgebaut.

Nun hat aber Dr. Wang und ihr Team Nanopartikel entwickelt, die sich um das Reservatol wickeln und als Transportmittel dienen. Im weißen Gewebe angekommen, wird der Nährstoff freigesetzt und kann mit der Umwandlung beginnen. In ersten Tierversuchen konnten die Versuchstiere so 40 Prozent Körperfett und 50 Prozent viszerales Fett (das rund um die Organe sitzt) abbauen. Dr. Wang hofft, dass auf diesem Weg Fettleibigkeit endlich behandelt werden kann.

Andererseits trainiert die neue Behandlungsmethode nicht wirklich die Disziplin der Patienten. Wer nämlich einmal fettleibig ist und dann anhand eines einfachen Medikaments seine Pfunde verliert, der wird in Zukunft eher weiterhin zu Burger, Fritten und Co. greifen. Ein neuer Ansatz mag durchaus viel Mehrwert für Leidende bringen, trotzdem muss meiner Ansicht nach das Thema an mehreren Fronten angegriffen werden.

Quelle: The Next Web

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