Office 2019: Wie Microsoft seine eigenen Produkte schlechtmacht

In einem ungewöhnlichen Blogeintrag warnte Microsoft in dieser Woche vor der Nutzung des Internet Explorers und vor seinem neuen Office 2019 Programm. Bei letzterem verfolgt das Unternehmen eine sehr komische Marketingstrategie, denn in drei Werbevideos, macht man klar, dass Office 2019 im Vergleich mit der Konkurrenz ziemlich hinten runterfällt. Nun aber zuerst zum Internet Explorer:

Obwohl Windows 10 standardmäßig den neueren und schnelleren Edge-Browser verwendet, wird das Betriebssystem dennoch mit Internet Explorer 11 ausgeliefert. Warum der alte Browser sich so wacker hält, begründet Microsoft ebenfalls. Der Explorer wird nicht aktualisiert und wurde in der Tat seit vielen Jahren nicht mehr aufpoliert, sondern existiert nur noch als Kompatibilitätstool für den Zugriff auf ältere “für den Internet Explorer entwickelte” Inhalte, die in keinem anderen Browser ordnungsgemäß funktionieren.

Der Konkurrent zu dem kürzlich veröffentlichten Office 2019 ist natürlich Office 365. In drei Videoclips macht Microsoft den Unterschied zwischen der aktuellen Kaufvariante (Office 2019) und der Mietvariante (Office 356) seines App-Packets deutlich. In allen Videos treten jeweils Zwillinge gegeneinander an, um die gleiche Aufgabe zu lösen, jedoch nutzen beide eine andere Variante von Office. Schnell wird klar: Der Zwilling, der mit Office 2019 arbeitet, geht in allen drei Clips hoffnungslos unter.

Das liegt vor allem daran, dass die Office 365-Version eine Reihe von Cloud-basierten Funktionen enthält, die in der 2019er-Variante nicht zu finden sind: maschinelle lerngesteuerte Zeichen- und Handschrifterkennung, Integration mit LinkedIn, eine Reihe von Live-Datenquellen für Excel und so weiter. Natürlich sind die Aufgaben genau so konzipiert, dass die Funktionen von Office 365 im richtigen Licht präsentiert werden, um den Nutzer zum Abschluss des Abo-Modells zu bewegen.

Es ist eigentlich nichts neues, dass ein Unternehmen vergleichende Produktwerbung betreibt und direkte Konkurrenten dabei runtermacht. Vor allem in den USA ist das Gang und Gebe. Ungewöhnlich an dieser Aktion ist jedoch, dass Microsoft ein eigenes, aktuelles und relativ hochpreisiges Produkt schlecht dastehen lässt. Die Aussage der Clips ist klar: “Wer unser aktuelles Office 2019 kauft und sich dem Abo-Modell verweigert, fällt hinten runter.”

via: arstechnica

Powered by WPeMatico

Bitcoin GPU Miner

AdSense