Verrückt oder logisch? Samsung hat ein Tinder für Kühlschränke am Start

Der Postillon? Nope, ihr seid hier schon richtig — es ist tatsächlich eine Mobile Geeks-Meldung und dennoch: Ja, Samsung hat ein Dating-Portal gelauncht und im Gegensatz zu Tinder zählen da nicht Fotos eurer Gesichter, sondern Bilder eurer Kühlschränke! Wer es nicht glaubt, schaut direkt mal bei Refrigerdating vorbei.

Die Idee zu dieser merkwürdig anmutenden Plattform wurde bei der schwedischen Dependance von Samsung geboren und funktioniert grundsätzlich eigentlich so wie Tinder: Ihr schaut euch ein Foto an, habt dann zwei Optionen und entscheidet euch: Ja, will ich – oder nein, weg damit. Nur eben, dass ihr hier nicht die Gesichter der anderen Menschen auf der Plattform studiert, sondern die Inhalte ihrer Kühlschränke.

Was erst mal behämmert klingt, ist nach näherem Überlegen gar nicht so abwegig: Ihr ladet Fotos hoch, die das Innere eures Kühlschranks zeigen und Interessierte sehen dann, ob das, was dort zu sehen ist, auf eine  spannende Person schließen lässt. Dementsprechend heißen dann auch die beiden Optionen:

  • “Nicht mein Geschmack” links und
  • “Lass uns kochen” auf der rechten Seite

Entscheiden sich beide Personen dafür, dass man gern mit dem jeweils anderen was zusammen kochen möchte, gibt es ein Match und das Date kann steigen.

Der Kühlschrank eines Freundes, nachdem ich seinen Lebensmitteln Augen aufgeklebt habe 😀

Kühlschränke haben heute natürlich deutlich mehr auf der Pfanne, als das noch vor einigen Jahren der Fall war — zumindest wenn man entsprechend viele Scheine auf den Tisch blättert. Die Dinger sind nicht nur großartig aufgeteilt, sondern oft auch smart. Samsung hat mit der Family Hub-Serie Kühlschränke am Start, für die ihr auch schon mal mehr als 4 000 Euro zahlen müsst. Dafür haben sie Displays und Internet, können somit beispielsweise erfassen, wann neue Lebensmittel benötigt werden und sie sogar ordern.

Für das Dating-Portal ist das allerdings nicht entscheidend: Die App könnt ihr unabhängig davon überall auf jedem Device nutzen und selbst wenn euer Kühlschrank eine ebenso alte Gurke ist wie mein Kühlschrank, könnt ihr trotzdem euer Glück bei Refrigerdating probieren.

Ich habe mich dort noch nicht angemeldet — außer einem Glas Senf und ein paar alten Socken hab ich eh nichts im Kühlschrank.  Aber davon ab schrecke ich eh immer zurück, wenn ich das Wort “Dating-App” höre. Für mich ist es also vermutlich nicht die richtige Plattform, aber möglich, dass es für euch perfekt ist.

Ich kann mir zwar nur schwer vorstellen, dass man glücklich wird mit einem Menschen, mit dem man zwar die kulinarischen Interessen teilt, von dem man aber findet, dass er aussieht wie ein Sack Schrauben oder bei dem andere Defizite festzustellen sind. Aber wer weiß: Vielleicht findet sich ja dort euer Traumprinz bzw. eure Traumprinzessin. Allerdings, und auch das möchte ich euch abschließend noch sagen, habe ich keinen Schimmer, wie viele Menschen dort angemeldet sind. Die App kommt aus Schweden, also sind es auch hauptsächlich Schweden, die dort angemeldet sind.

So oder so: Lasst mich wissen, wenn ihr euch dort anmeldet und auf welche Kühlschränke ihr dort beim Durchwischen stoßt. Ich könnte mir vorstellen, dass Samsungs Hauptaugenmerk mehr auf Werbung für die eigenen Kühlschränke liegt als auf dem Verkuppeln von Kühlschrank-Besitzern, aber das muss euch ja nicht aufhalten — Mahlzeit 😉

Quelle: Refrigerdating via FAZ

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